Auch oft als Reisezoom-Objektive genannt, erfreuen sich Super Zoom Objektive in letzter Zeit größter Beliebtheit. In der Fotografie werden Zoomobjektive, die einen besonders großen Brennweite-Bereich umfassen, so bezeichnet. Ins besondere für die digitale Spiegelreflexkamera werden auf dem Markt einige Optionen für Zoom und Super Zoom Objektive präsentiert.

Die richtige Hardware macht bei einem solchen Bild den Unterschied, also sollten Interessierte vor dem Kauf gründlich vergleichen und Qualitäten gegeneinander abwägen. Ebenso müssen es für Hobby-Fotografen nicht immer die aufwendigsten SIGMA Objektive sein.

Der moderne Super Zoom

Super Zoom bei Nacht

Super Zoom Objektive holen weite Motive dicht heran (c) s.kunka / pixelio.de

In den Jahren um 1980 herum, galten Objektive mit einem Brennweitenbereich von 28-85 Millimeter als Sensation. Sie erreichten demnach ein Verhältnis von 1:3 zwischen der längsten und der kürzesten Brennweite. Heute gelten sie jedoch nur noch als Standard. Denn in der jetzigen Zeit decken die typischen Super Zoom Objektive einen Brennweitenbereich von mindesten 28-300 Millimetern, wenn nicht sogar 100-500 Millimetern, ab, wenn es um das Kleinbildformat geht. Das ergibt einen Zoomfaktoren im Verhältnis von 1:5 und größer. Bei Film- und Videokameras werden im Zoom-Objektivbereich sogar Bereiche bis zum Zoom ins 100-fache erreicht, diese gehen also weit darüber hinaus. Mittlerweile gibt es sogar Kompaktkamera Angebote und Digicams mit extrem hohen Brennweiten.

Das Super Zoom Objektiv und seine Geschichte

Vom Aufnahmeformt hängt ab, welcher Bereich der Brennweite ein Objektiv zum Super Zoom Objektiv macht. Auch die Möglichkeiten, die sich durch Forschung und Entwicklung stetig verbessern, spielen hier mit hinein. Dabei haben Super Zoom Objektive bereits eine lange Geschichte hinter sich…

Super Zoom ab 1959

Für Fotokameras entwickelte Voigtländer das erste Zoomobjektiv. Das war im Jahr 1959. Er nannte es damals Voigtländer ZOOMAR1:2,8/36-82 mm. Im gleichen Jahr wurde auch von Nikon ein Zoomobjektiv für die neue Nikon F vorgestellt. Dabei handelte es sich damals um ein 1:4,0-4,5/85-250 mm. Es folgte bis zum Jahr 1963 ein Zoom 1:3,5/43-86 mm und ein Zoom 1.9,5-10,5/200-600 mm. Das erste Objektiv, welches auch für Amateure erschwinglich war, war das Vivitar Serie I 3,5/70-210 mm. Es wurde 1973 entwickelt und hatte, zumindest für die damaligen Verhältnisse, einen unglaublichen Brennweitenbereich. SO wurde der Siegeszug für Zoomobjektive eingeläutet.

Die Super Zoom Technik

Super Zoom Windrad Aufnahme

Mit Super Zoom sind hochauflösende Bilder von weit entfernten Objekten möglich (c) Urgixgax / pixelio.de

Im Grundlegenden sind die Eigenschaften für ein Zoomobjektiv: die maximale sowie minimale Brennweite, und die Lichtstärke bei den jeweilig unterschiedlichen Brennweiten. Den Quotienten, der sich aus diesen Brennweiten ergibt, wird als Zoomfaktor bezeichnet und der, der Lichtstärken, als F-Drop. Trotzt der enormen Verbesserung der optischen Gläser im Laufe der Zeit, genauso wie die, der Berechnungsverfahren, handelt es sich auch bei den heutigen Super Zoom Möglichkeiten immer noch um Kompromisse.

Schwächen des Super Zoom

In den meisten Fällen ist die Qualität des Bildes zwar zufriedenstellend, auch im Vergleich mit gezoomten Bildern weitaus kleiner Zoom-Bereiche oder den Festbrennweiten, jedoch reicht sie in Ausnahmesituationen dennoch oft nicht aus. Gerade Objektive, bei denen sowohl der Tele- als auch der Weitwinkel Bereich abgedeckt werden sollen, kämpfen mit den Forderungen, die optisch widersprüchlich sind.

In den modernen Objektiven ist der Schärfeeindruck, auch dank Autofokus, meistens akzeptabel, Super Zooms leiden jedoch an einer recht starken Verzeichnung. Wegen des Aufbaus, der sehr komplex ist, neigen sie in einigen Fällen zu Reflexen und Kontrastverlusten. Außerdem ein nicht zu unterschätzendes Problem: das Gewicht. Ein Super Zoom- oder Tele-Objekt ist meist sehr groß, was qualitative Aufnahmen ohne Kamera Stativ unmöglich macht.