Multicopter, umgangssprachlich auch gern Drohnen genannt, sind seit Jahren im Trend. Besonders beliebt ist es, Luftaufnahmen mit einem Multicopter, etwa einem Quadrocopter, Hexacopter oder Octocopter zu machen. Denn diese Perspektive war früher immer nur denjenigen vorbehalten, die im Helikopter, Ballon o.ä. unterwegs waren. Heute kann auch der Normalbürger faszinierende Bilder aus der Luft schießen – er braucht nur eine (halbwegs) professionelle Drohne. Hier lesen Sie, was wichtig ist, wenn Sie sich einen Multicopter anschaffen möchten, mit der Intention, Luftaufnahmen damit zu machen.

Einsatz der Multicopter in vielen Bereichen

Zahlreiche Unternehmen haben sich längst auf die Produktion professioneller Bilder und Videos aus der Luft mithilfe von Hexacoptern und Octocoptern spezialisiert. Die Abnehmer sind mannigfaltig: Die Filmbranche ist hier natürlich an erster Stelle zu nennen. Aber (Bewegt-) Bilder werden auch immer mehr für Immobilien nachgefragt, um Gebäude aus außerordentlichen Winkeln zu fotografieren; ferner sind sie unerlässlich zur Aufklärung im militärischen Bereich oder in Katastrophengebieten, zur Überwachung (von Industriekomplexen, Regierungsgebäuden o.ä.), Inspektion (von Windrädern) oder Vermessung (beispielsweise in der Landwirtschaft).

6 Hexacopter am Abendhimmel

Hexacopter überall © istock/MediaProduction

Was soll der Copter mitbringen?

Natürlich bewegen sich Multicopter für den gewerblichen Bereich in einer höheren Preisklasse als die „Drohne für den Hausgebrauch“. Doch auch als Privatbürger können Sie schon Copter im mittleren Preissegment erwerben, mit denen sich hochwertige Fotos und Videos kreieren lassen. Dafür braucht es, wen wundert´s, zweierlei Komponenten: Einen guten Multicopter und eine gute Kamera.

Zum Multicopter:

  • Das Fluggerät muss eine hohe Stabilität im Flug mitbringen, da es in der Luft immer wieder Turbulenzen ausgesetzt sein wird. Ein Quadrocopter weist schon recht stabile Flugeigenschaften auf, die besseren Ergebnisse liefern aber natürlich die Copter mit mehr Rotoren resp. Motoren: Hexacopter und Octocopter.
  • Zudem kann eine Drohne mit mehr Motoren auch eine größere Last (in diesem Fall eine größere Kamera) tragen.
    Außerdem ist auch die Flugzeit bei der Auswahl der Drohne nicht zu vernachlässigen, denn wenn nur wenige Minuten in der Luft möglich sind, geht auch der Spaß an Luftaufnahmen schnell verloren. Das Ärgernis: Man muss ständig Akkus tauschen – abgesehen davon, dass es auch lästig ist, eine große Anzahl an Akkus mit sich führen zu müssen. Ein hochwertiger Hexacopter bringt schon eine Flugzeit von ca. 25 Minuten mit.
  • Nicht zuletzt ist von Vorteil, wenn die Drohne so programmierbar ist, dass sie zum Beispiel bestimmte Routen automatisch abfliegt oder beweglichen Zielen folgt und dabei Hindernisse umfliegt.

Zur Kamera:

  • Die Kamera sollte zwingend FPV (First Person View) mitbringen, also Livebilder vom Kameraflug ermöglichen – ansonsten ist das Motiv nur aus der Bodenperspektive zu erahnen, was brillante Aufnahmen unmöglich macht.
  • Weitere Standards, die für eine gute Kamera unerlässlich sind: eine Fotoauflösung von mindestens 12, besser 16 bis 20 Megapixel für gestochen scharfe Bilder und eine 4K-Videoauflösung mit 30, besser 60 Bildern pro Sekunde. Zudem hilft ein 3-Achs Gimbal, so dass sich die Kamera für eine uneingeschränkte Rundumsicht um 360 Grad drehen lässt.
  • Auch Spezialfunktionen wie Zeitraffer, Panorama- oder Serienfoto sollten im Idealfall enthalten sein.

Wenn dann noch eine passende Fernsteuerung hinzukommt, die ein adäquates Livebild bietet, steht fantastischen Luftaufnahmen nichts mehr im Wege. Eine Drohne, die alle Voraussetzungen für beste Bilder mitbringt, ist der Typhoon H von Yuneec, dem Spezialisten für Multicopter.

Rechtslage für Luftaufnahmen

Kameradrohne filmt durchs Wohnzimmerfenster

Nicht erlaubt: Mit der Kameradrohne ins Wohnzimmer des Nachbarn filmen © istock/windjunkie

Wen Sie eine Drohne fliegen, müssen Sie sich immer mit rechtlichen Fragen auseinandersetzen. Grundsätzlich dürfen zum Beispiel keine Menschenmengen überflogen werden. Auch „sensible Bereiche“ (Krankenhäuser, Einsatzorte von Polizei und Feuerwehr, Bundes- oder Landesbehörden, Naturschutzgebiete, Kontrollzonen von Flugplätzen etc.) sind tabu. Und selbst private Wohngrundstücke dürfen Sie mit einer Kameradrohne nur überfliegen, wenn Sie sich zuvor eine Erlaubnis eingeholt haben.

Generell sollten Sie sich schlau machen zum Thema Drohnen-Gesetze, bevor Sie mit Ihrem Multicopter in die Luft gehen, denn der Gesetzgeber hat inzwischen einige Regeln erneurt, Stichwort „Drohnenverordnung“, die es zu befolgen gilt. Und beachten Sie, wenn Sie im Auslands-Urlaub Ihre Kameradrohne im Einsatz haben: Informieren Sie sich zuvor unbedingt über die dort geltenden Bestimmungen zu Luftaufnahmen und dem Einsatz des Copters allgemein!