Die Pflege ist ein kompliziertes System, das auf der Zusammenarbeit verschiedener Instanzen, Pflege-Personalien und anderen Faktoren beruht. Insbesondere die Pflegeplanung setzt eine lücken- und reibungslose Kommunikation und Interaktion zwischen den verschiedenen Beteiligten, wie Schwestern, Ärzten und anderem Pflege-Personal voraus. Nachdem nun Jahrzehntelang der Prozess der Pflegeplanung im Gesundheitsweisen umständlich durch Akten und unvorteilhafte Zettelwirtschaften durchgeführt wurde, erkennt auch der Pflege-Sektor die Vorteile, die digitale Pflegeplanung mit Programmen bietet.

Was ist Pflegeplanung?

Umständliche Pflegeplanung mit  Akten

Moderne Pflegeplanung Software macht Aktenberge überflüssig (c) Rolf van Melis / pixelio.de

Doch was ist Pflegeplanung eigentlich? Pflegeplanung ist ein Begriff aus der modernen Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege. Von besonderer Bedeutung ist hier der Wortteil „Planung“, denn während sich die Pflegedokumentation damit beschäftigt, Patientendaten, Untersuchungsergebnisse und Test-Berichte zu sammeln und zu bündeln, befasst die Pflegeplanung mit einem aktiven Prozess, in dem basierend auf verschiedenen Stufen mögliche Therapie-Möglichkeiten geplant, organisiert, durchgeführt und evaluiert werden.

Die Schritte der Pflegeplanung

Die Pflegeplanung basiert auf einem Kreis-Prinzip. Am Anfang aller Planung steht das Sammeln von Informationen, also auch die Pflegedokumentation. Als nächster Schritt werden Probleme gefunden und definiert, auf denen basierend dann im nächsten Schritt bestimmte Ziele der Pflege festgelegt werden. Daraufhin werden Maßnahmen für das Erreichen dieser Ziele geplant und anschließend durchgeführt. Im letzten Schritt wird der Erfolg oder Misserfolg analysiert und gegebenenfalls feinjustiert, was also wieder darin endet, dass Informationen gesammelt werden.

Zusammengefasst:

  • Informationssammlung
  • Problem-Definition
  • Zielsetzung
  • Maßnahmen planen
  • Durchführung
  • Überprüfung und Optimierung
  • Informationssammlung

Wie kann Software bei der Pflegeplanung unterstützen?

Wie kann jetzt aber eine effektive Software die Pflegeplanung erleichtern und effektiver gestalten? Der allererste Schritt ist die Digitalisierung aller Daten und Fakten. Das hat den großen Vorteil, dass, zum Beispiel zentral gespeichert auf einem internen Server, die Daten einheitlich gelagert und allen Endgeräten sowie mobilen Displays, wie Tablet, Smartphone oder Netbook abgerufen und bearbeitet werden können. Dadurch wird ein großes Problem der Pflegeplanung – die Zettelwirtschaft abgeschafft. Durch zentral zugängliches Wissen, sind alle Beteiligten jederzeit auf dem neuesten Stand.

Ärzte können Ziele und Maßnahmen festsetzen, die somit unmittelbar dem umsetzenden Personal kommuniziert werden. Digitale Inhalten stellen darüber hinaus auch einen enormen wirtschaftlichen und ökologischen Faktor da, denn der Papieraufwand wird auf ein Minimum reduziert. In hoch spezialisierten Software Paketen für die Pflegesoftware können alle klassischen Schritte der Pflegeplanung erfasst und intuitiv bearbeitet und nachverfolgt werden.

Die Integration von Pflegeplanung Software

Pflegeplanung Pool für Reha

Ob Reha im Schwimmbecken oder Medikamentierung: digitale Pflegeplanung verkürzt Kommunikationswege (c) Rainer Sturm / pixelio.de

Grund genug also, eine leistungsstarke Software für die Pflegeplanung in jedem Pflegezentrum zu integrieren. Viele dieser Stationen verfügen bereits über fähige Computer Technik, wodurch ein lokaler Server für die Daten installiert und alle Endgeräte verbunden werden müssen. Mit der Installation des Pflegeplanungs Software-Pakets werden die Computer-Systeme dann auf den aktuellsten Stand gebracht und können dann per Netzwerk-Verbindung untereinander kommunzieren und gemeinsam auf die hinterlegten Dateien und Dokumente für die Pflegeplanung zugreifen. So wird Pflegeplanung zur IT Dienstleistung. Außerdem können ebenso verschiedene Rechte verteilt werden, so dass lediglich der Arzt und ausgewählte Personal in den Dateien arbeiten können und andere bloß zugreifen und lesen können.

Hindernisse im Alltag

Das Problem, wie so häufig: der Mensch. Viele Angestellte sträuben sich gegenüber der Integration von Software für die Pflegeplanung in den seit Jahren bekannten und ausgelebten Arbeits-Alltag. Nicht jeder ist Technik-affin und kann sofort mit der neuen Technologie umgehen. Das kann zu Problemen führen. Einerseits weil Arbeitsschritte falsch ausgeführt und eingetragen werden, andererseits weil manche besonders hartnäckigen „Computer-Feinde“ ganz einfach weiterhin mit der so viel gerügten Zettelwirtschaft weiter arbeiten, da sie den Eindruck haben, so besser arbeiten zu können.

Die Integration einer Software für die Pflegeplanung basiert darauf, dass alle Beteiligten zu 100% in dem System arbeiten, da ansonsten der grundlegende Sinn verloren geht. Abhilfe schaffen kann hier eine kompetente Schulung und regelmäßige Weiterbildungen auf dem Gebiet, damit alle Mitarbeiter effektiv und vor allem aktiv die Pflegeplanung im eigenen Betrieb optimieren.