Es ist ein echtes Problem, wenn man Fotos oder andere Grafiken am Computer bearbeiten möchte, doch der Monitor die Bildbearbeitung behindert, da er nicht die nötige Leistung bringt. Am Ende sieht das Ergebnis auf dem Bildschirm perfekt aus, und es folgt der große Schock, sobald das Druckergebnis da ist. Um dem vorzubeugen, ist eine Kalibrierung des Monitors zur Bildbearbeitung extrem sinnvoll.

Egal ob das ursprüngliche Bild mit einer Spiegelreflexkamera, einer Systemkamera oder einer Kompaktkamera gemacht wurden – kann man bei der Bearbeitung bestimmte Farben oder Kontraste nicht perfekt erkennen, nützt auch das teuerste Gerät mit den meisten Mega Pixeln, Auto ISO oder Autofokus Funktion nichts.

Den Monitor für die Bildbearbeitung kalibrieren

Farbtreue dank Kalibrierung des Monitors

Detailgetreue Farbabbildung ist ein Muss um einen Monitor zur Bildbearbeitung nutzen zu können. (c) iStock.com / scyther5

Sehr hilfreich ist an dieser Stelle ein sogenanntes Colorimeter für die Monitor Kalibrierung. Allerdings ist das auch recht teuer. Wer sich das nicht leisten kann, sollte zumindest im Internet, mit Hilfe von kostenlosen Programmen ein wenig rumprobieren. Sehr zu empfehlen ist an dieser Stelle das Programm „Monitor Calibration Wizard“. Nur mit einem richtig eingestellten Monitor erkennt man in der Bildbearbeitung auch die Auswirkungen, die CPL Filter, SIGMA Objektive und Blitzlicht bei der Aufnahme gemacht haben.

Richtlinie: Grauabstufung

Zudem sollten Grauverläufe verwendet werden, um den eigenen Monitor zu überprüfen. Bei einem guten Monitor zur Bildbearbeitung sind in der Regel alle Felder und Grautöne perfekt voneinander zu unterscheiden. Gerade die dunklen und die hellen Flächen bereiten einigen Monitoren extreme Probleme, sodass sie vom Benutzer nicht unterschieden werden können. Um hier Abhilfe zu leisten, sollten in der Kontrast- und Helligkeit-Regelung die Einstellungen so verändert werden, dass alle Töne unterschiedlich wirken.

Jedoch kann man hier auch zu der Erkenntnis kommen, dass die Einstellungen vergeblich sind, da der Bildschirm nie und nimmer alle Graustufen darstellen kann. In diesem Fall hilft es nur, sich einen neuen Monitor zur Bildbearbeitung zuzulegen.

Neuanschaffung:
Tipps beim Kauf von einem Monitor für Bildbearbeitung

Vor dem Kauf sollten die Eckpunkte, die zum perfekten Monitor für die Bildbearbeitung führen, bedacht werden. Dazu könnte zum Beispiel die Mindestgröße des Monitors zählen. Zu empfehlen sind so um die 24“, damit auch genügend Arbeitsfläche für Adobe Lightroom und das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop – oder Gimp, oder Paint.NET – gewährleistet ist. Zudem sollte es sich um einen farbechten Bildschirm, der also in der Lage ist, alle Farben darzustellen, handeln.

Für viele spielt auch die Kostenfrage eine Rolle, gerade bei Hobbyfotografen. Bei ca. 600 Euro sind schon annehmbare Ergebnisse zu erzielen. Doch ein echter Profi sollte sich hier Grenzen setzen. Ein weiterer Punkt ist ein entspiegeltes Display, denn nichts stört mehr, als sich selbst im Monitor zu sehen. HDMI ist der letzte Eckpunkt, der eine wirklich wichtige Rolle spielt.

Wepreserve Empfehlungen: Monitor für Bildbearbeitung

Monitor für Bildbearbeitung

Ein Monitor für Bildbearbeitung sollte ausreichend groß sein und farbgetreu abbilden. (c) iStock.com / shironosov

Wie schon erwähnt geht es für Hobby-Fotografen oft um den Preis-Leistungssieger. An dieser Stelle ist man mit Dell ganz gut beraten, gerade der Dell U2713HM und der Dell U2711 hinterlassen keinen schlechten Eindruck bei etwa 500 Euro. Sie haben ein riesiges Farbspektrum und eine Auflösung von je 2560×1440. Ein HDMI Anschluss ist auch vorhanden. Zudem sind sie ganze 27“ groß.

Der echte Profi gibt natürlich mehr für den perfekten Monitor aus. Hat man ein größeres Budget, fährt man in der Regel mit EIZO-Monitoren gut, sie gehören einfach zu den Referenzprodukten in der professionellen und privaten Bildbearbeitung. Kann man mit so einer Technik die Fehlerquelle Bildschirm ausmerzen, bleibt nur noch der Fotodrucker Vergleich offen.