Der Blick hinter die Kulissen

Kommunikationspolitik ist ein Begriff, der uns durch die Medien durchaus präsent ist. Oftmals wird der Begriff im Zusammenhang mit Nachrichten zu Firmen, Unternehmen oder Organisationen genannt. Kommunikationspolitik taucht in zweierlei Zusammenhang auf:

  • Die Kommunikationspolitik innerhalb einer solchen Organisation. Hierbei beschäftigt sich die Kommunikationspolitik mit der Frage, wie Ziele, Aktivitäten, interne und externe Prozesse der Organisation verständlich und wirkungsvoll vermittelt und Wünsche und Meinungen der relevanten Zielgruppen erfahren werden können. Sie steuert somit die Kommunikation zwischen der internen Welt der Organisation und der Umwelt.
  • Die Kommunikationspolitik im Marketing. Unter der versteht man alle Maßnahmen zur Beeinflussung von Wissen, Erwartungen und Einstellungen der Zielgruppen des Unternehmens.

Grundlage der Kommunikationspolitik

Kommunikationspolitik ist wichtig

Kommunikationspolitik ist ein wichtiger Teil der Unternehmensmaschinerie (c) Karin Jung / pixelio.de

Als Grundlage der Kommunikationspolitik im Marketing dient die Theorie des Sender-Empfänger-Modells nach Shannon Weaver. Dieses Modell ist die Basis zahlreicher Kommunikationstheorien und –modelle. Das Kommunikationsmodell nach Shannon Weaver basiert auf der vereinfachten Idee des Transfers von Informationen. Es gibt eine Quelle (Sender) sowie ein Ziel (Empfänger bzw. Rezipient). Übermittelt werden Informationen zwischen den beiden durch ein Medium.

Wofür benötige ich Kommunikationspolitik?

Im Allgemeinen dient die Kommunikationspolitik dem Aufbau der CI Corporate Identity. Die Corporate Identity beschreibt die Wahrnehmung des Unternehmens nach außen hin – das interne Image – die Persönlichkeit eines Unternehmens mit einem von innen nach außen heraustretenden Selbstverständnis.  Es ist die Summe der Charakteristika eines Unternehmens. Heutzutage ist es, aufgrund der Vereinfachung der Berufe durch modernste Technik, deutlich unkomplizierter geworden, sich nach außen hin darzustellen.

Grob lässt sich die Kommunikationspolitik in drei Prozesse untergliedern:

  • Absatzwerbung: gezielte und zwangfreie Beeinflussung der Zielgruppe
  • Verkaufsförderung: Persönliche und materielle Verkaufsförderung der Verkaufsaktivitäten
  • Öffentlichkeitsarbeit: Maßnahmen mit dem Ziel dem Unternehmen ein positives Image zu verschaffen

Zweierlei Hauptziele werden durch die Kommunikationspolitik ins Visier genommen:

  • Ökonomische Ziele: Die ökonomischen Ziele beinhaltet die Umsatzexpansion (Absatzpreissteigerung, Absatzmengensteigerung, Erreichung neuer Käufergruppen, Erschließung neuer Märkte)
  • Psychographische Ziele: Die psychographischen Ziele beinhalten die Erhöhung der Marken- und Unternehmensbekanntheit, die Verbesserung der Einstellungen und des Image des Unternehmens, die Erhöhung der Kaufabsicht beim Kunden und die Positionierung des eigenen Unternehmens am Markt)
Gute Kommunikationspolitik ist entscheidend

Bindeglied zwischen Firma und Kunde – die Kommunikationspolitik (c) Petra Bork / pixelio.de

Wie Ihr seht ist die Kommunikationspolitik kein verdorrter Nebenast des Unternehmensbaums, sondern ist ein Kernbestandteil dieses und darf somit auf keinen Fall vernachlässigt werden. Nicht umsonst gibt es zahlreiche Studiengänge zur Kommunikationspolitik, die sich mit der Thematik befassen.